Mehr als eIn Sommernachtstraum

Teppich in Pink und viele Gäste

Von wegen roter Teppich. Beim 17. Brandenburgischen Sommerabend im Potsdamer erlebnisquartier Schiff bauergasse am 29. Juni strahlte der in Knallpink. 3.000 Gäste schritten im strahlenden Sonnenschein darüber. Motto des Abends: ein „Sommernachtstraum“.

Aus einem Sommernachtstraum wurden gleich mehrere, denn neben dem Original, das die Künstler des Hans Otto Theaters zeigten, war es ein vielseitiger Abend, an dem viele Brandenburger eine Hauptrolle spielten. Die Gastgeber – Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Bevollmächtigte beim Bund, Staatssekretär Thomas Kralinski, und der Präsident des WirtschaftsForums Brandenburg, Dr. Miloš Stefanović, – begrüßten die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Metropolregion Berlin-Brandenburg, darunter Landtagspräsidentin Britta Stark und zahlreiche Abgeordnete, Botschafter und Gesandte mehrerer Staaten, Vertreter der Bundesregierung und anderer Bundesländer, Mitglieder der Landesregierung sowie viele Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. „Eine erfolgreiche Brandenburger Wirtschaft zeigt, dass viele Träume wahr geworden sind. Dies ist engagierten Menschen im Land zu verdanken“, so Dr. Miloš Stefanović, der an diesem Abend eine Vaterschaft zugesprochen bekam, denn Ministerpräsident Woidke erklärte ihn zum „Vater“ der Brandenburgischen Sommerabende. Gut denkbar, denn der Präsident des Wirtschafts- Forums Brandenburg ist in Sachen Netzwerken wohl ein Naturtalent."

Sportlicher Sommernachtstraum

Der Ministerpräsident nahm den festlichen Abend zum Anlass, die bereits nominierten märkischen Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Rio zu verabschieden und ihnen unter Applaus der Gäste großen sportlichen Erfolg zu wünschen. Er erinnerte daran, dass die Erfolge des Sportlandes auf der festen Basis vieler ehrenamtlicher Trainer und Übungsleiter aufbauen. Dabei waren unter anderen die Kanutin Franziska Weber, die Judoka Mareen Kräh, Christian Zillekens (Moderner Fünfkampf) und Erfolgs-Kanute Sebastian Brendel, Olympiasieger von London. Bei den Europameisterschaften in Moskau sicherte er sich gerade seinen zehnten EM-Titel. „Ich bin glücklich über den Saisonverlauf“, erklärte er und erinnerte daran, dass seine sportlichen Kinderschuhe in Schwedt an der Oder standen. „Viele arbeiten an so einem Erfolg mit“, erklärte der 28-jährige Bundespolizist.

Gute Sommernachtsträume

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung des 100. „Ehrenamtlers des Monats“ durch den Ministerpräsidenten. Der Pakistani Jibran Khalil, 2013 als Geflüchteter nach Michendorf bei Potsdam gekommen, engagiert sich als Dolmetscher für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Woidke sprach von einem „besonderen Symbol“, an diesem Abend einem Geflüchteten aus Pakistan diese Jubiläumsehrung der Staatskanzlei zuteilwerden zu lassen. Der Ministerpräsident dankte zugleich „den vielen oft unsichtbaren Helfern, die ihre Zeit, ihr Können und ihre Kraft einbringen, um auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens ehrenamtlich tätig zu sein“. Sie leisteten einen unschätzbaren Beitrag für das Gemeinwesen. Schon traditionsgemäß empfing der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Rudolf Zeeb, zahlreiche Ehrenamtler, die zuvor mit dem Titel „Ehrenamtler des Monats“ ausgezeichnet worden waren.

Ebenfalls einer guten Tradition folgend waren auch „Brandenburger Köpfe“ der Einladung zum Sommerabend gefolgt. Das Team der Confiserie Felicitas hatte zum Sommerabend eine Praline für die Stiftung „Hilfe für Familien in Not – Stiftung des Landes Brandenburg“ kreiert und bot diese den Gästen an. Eine verführerische Idee mit gutem Zweck. Rund 300 „Stiftungspralinen“ brachten eine Spendensumme von 994,58 EUR. „Ein tolles Ergebnis“, freuten sich Stiftungs- Geschäftsführerin Marlies Kuhl und Goedele Mathyssen, Chefin der Confiserie Felicitas.

Klassischer Sommernachtstraum

Staatssekretär Kralinski betonte, dass er in Gesprächen mit internationalen Partnern erlebe, „wie viel Wertschätzung und Respekt unserem Land inzwischen entgegengebracht wird. Darauf können wir stolz sein! Und darum haben wir allen Grund, auch einmal mit Shakespeare’scher Leichtigkeit und Unbeschwertheit zu feiern.“ Und gleich nahm er die Gäste des Abends mit in die Geschichte, denn schließlich erfolgte die Uraufführung des Musikwerkes „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn- Bartholdy – ja, dahin gehört der Hochzeitsmarsch – im Neuen Palais. Der Wunsch nach einer Vertonung der Verwirr-Komödie kam von König Friedrich Wilhelm IV.

Der englische Exportschlager von William Shakespeare ist in diesem Jahr das Sommer-Theaterstück im denkmalgeschützten Gasometer des Hans Otto Theaters. Und so gab es an diesem Abend Ausschnitte aus der phantasie- und temporeichen Inszenierung zu sehen. Neben dem Theater der Landeshauptstadt brachten sich das Deutsch-Polnische Jugendorchester, die Band 17 Hippies, die Rostocker Musiker DIE GUTEN, die Erlebenskünstler- Gruppe INCANTO und der Pianist Felix Dubiel kulturell in den Sommerabend ein.

Kulinarischer Sommernachtstraum

Wie Brandenburg schmeckt, ließen die besten Köche aus dem Netzwerk „Brandenburg unter Dampf“ auf der Kochbühne an der Uferpromenade erleben. Hier zeigten Christian Haferkorn, Hotel & Spa Sommerfeld (Gebeizte Zippelsförder Lachsforelle mit eingelegtem Steckgemüse aus der Uckermark), Steffen Schwarz, METRO ACADEMY Berlin (Petersilienwurzel- Pfifferlings-Eintopf mit gebratenem Hauptstadtbarsch und Süßdolde), Marco Giedow, Ferienhof Spreewaldromantik (Saibling in Zitronen-Nussbutter gebraten), Holger Mootz, Hotel Residenz am Motzener See (Lackiertes falsches Filet vom Weiderind – sous vide gegart), Ulrike Laun, Landlust Körzin (Variation von Schokolade und Himbeere) und Ronny Bell, Hotel Residenz am Motzener See („Brandenburger Apfel“ / Sommerblüte / Balsam / Buchweizen), wie vielfältig und genussreich die regionale Küche ist.

Bereits zum dritten Mal fand der Sommerabend im Erlebnisquartier Schiffbauergasse statt, das in seiner Mischung aus Kultur, Natur und Wirtschaft direkt am Ufer des Tiefen Sees eine ideale Kulisse bildet.

Viele Partner ermöglichten diesen „Sommernachtstraum“, der mit einem Höhenfeuerwerk zu Ende ging.

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