Klänge für die Kleinode

Anna Barbara Kastelewicz, Konzertmeisterin und künstlerische Leiterin der „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“ - Foto: Achim Kleuker, www.achim-kleuker.de

Mit „Jazz mit Jagun“ starteten am 13. August auf Schloss Lanke die „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“. Fünf Konzerte stehen in diesem Jahr auf dem Festivalprogramm, 2017 sollen es 20 sein. „Ich sehe schon 100 jährlich“, sagt Dr. Cord Schwartau, Vorstand der „Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen e. V.“, Initiator und Träger des jüngsten Brandenburger Kulturfestivals.

Warum ein neues Festival? Und wohin gehen die Festivalreisen? Das und noch mehr fragten wir Initiatorin und künstlerische Leiterin der „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“ Anna Barbara Kastelewicz."

Noch ein Festival mehr? Hat Brandenburg nicht schon einen sehr umfangreichen und vielfältigen Kulturkalender? Kann es denn „genügend Kultur“ überhaupt geben? Die „Kulturfestspiele Schlösser und Gärten der Mark“ lenken das Interesse auf die kulturellen Schätze von Orten, die bisher bei Veranstaltungen eher unberücksichtigt blieben und deren Schönheiten oftmals im Vorborgenen blühen. Brandenburg hat rund 360 Schlösser, Herrenhäuser und historische Parks. Das ist unser Potenzial! Wir gehen aufs und ins Land. Mit qualitativ hochwertigen Veranstaltungen tragen die Kulturfestspiele nicht nur zur Erhaltung der Baudenkmäler bei, sondern machen das Kulturerbe durch Musik in ihrer wunderbaren Vielfalt neu erlebbar.

Welche Konzertformate stehen auf dem Festivalplan? Wir haben mehrere musikalische Reihen – wie z. B. die „Barock-Reihe“, die „Jazz-Reihe“ und die „junge Reihe“ – entwickelt. So können wir passgenau auswählen, welches Musikgenre zum jeweiligen Kulturort am besten passt. Einziger Maßstab ist dabei stets die Qualität der Musiker. Später möchten wir das Konzertangebot um Literatur, Theater, bildende Künste und Ausstellungen erweitern. Wir werden für die Gäste die Möglichkeit für ein Kultur- Komplett-Angebot – wie beispielsweise mit Kulinarik, Landesgeschichte und Architektur – entwickeln und anbieten.

Das klingt nach viel Arbeit. Wer sind Ihre Partner? Da haben wir mehrere. Nur so kann das ehrgeizige Projekt bewältigt werden. Veranstaltet werden die Kulturfestspiele von dem Verein der „Freunde der Residenzstadt Königs Wusterhausen e. V.“, teilweise begleitet vom „Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e. V.“ und unterstützt von der „Stiftung Schlösser und Gärten der Mark“. Die Agentur KASTELEWICZ music in progress übernimmt in der Regel das Projektmanagement. Hinzu kommen die vielen Partner vor Ort: die Schlossherren, Kulturvereine, für ihre Region engagierte Menschen. Wir streben Kooperationen mit bereits bestehenden Initiativen vor Ort an und möchten die Kulturfestspiele vor Ort verknüpfen.

Woher kommen Ihre Besucher? Die Kulturfestspiele sprechen die Brandenburger an und wollen zugleich die Berliner mit der Bau- und Denkmalskultur der Mark Brandenburg bekannt machen. Ich denke, auch so mancher Hamburger wird angesichts von tollen Konzerten an unbekannten Orten Lust bekommen, nach Brandenburg zu reisen.

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