Schöner leben

Fotos: maltry+sevens GbR

Marktplatz – Netzwerkveranstaltung – Werkstatt – Festival: Die Designtage Brandenburg haben sich in den letzten Jahren über die Grenzen des Landes hinaus zum jährlichen Treffpunkt der Designszene entwickelt und zeigen das große Potenzial der brandenburgischen Kreativwirtschaft.

Mehr als 30 Ausstellende präsentierten vom 25. bis zum 27. November am Kulturstandort Schiffbauergasse in Potsdam ihre neuesten Arbeiten; bestaunt, begutachtet und gekauft von Fachleuten, professionellen Einkäufern und Besuchern. „Als Klammer zwischen Kreativwirtschaft und Industrie ist Design ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen und trägt zur Wettbewerbsfähigkeit vieler insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen bei“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer bei der Eröffnung.

Designtage, das ist immer auch eine große Tummelwiese für Menschen, die Mode machen und lieben. Unter ihnen die Potsdamer Goldschmiedin Angelika Lüscher mit ihren Schmuckkollektionen in Gold und Silber, die zum Teil mit Edelsteinen besetzt sind. Neben den beweglichen Ringen erntete die gelernte Goldschmiedin viel Anerkennung für ihre Kollektionen ‚Eisblume‘ und ‚Holunderblüte‘. An einem Stand vereinte der Gründungsservice der FH Potsdam sechs junge Produktdesigner, die an der FH Potsdam studiert haben und mittlerweile teils mit eigenem Label oder Unternehmen produzieren. Von Porzellangefäßen, Weingläsern und Schmuck über Wollfilzpantoffeln bis hin zum Sofa – die FHPAlumni präsentierten eine bunte und spannende Auswahl ihrer Produkte. So gründete Meike Böhme nach ihrem Studium die Firma „Puschn“ – ein Modelabel für Hausschuhe aus Wollfilz – und hat mit ihrem zeitlosen Design und hochwertiger Verarbeitung „made in Germany“ international Erfolg. „Ich freue mich über das positive Feedback, das unsere ehemaligen Studierenden bekamen“, fasst Alexandra Prümke von der FH Potsdam zusammen. „Alle haben Anregungen bekommen, Kontakte geknüpft und Ideen für neue Projekte entwickelt.“ Jüngste Alumna war die Produktdesignerin Maria Radewahn mit ihrer Umhängetasche „Roter Hahn“. Dieser Name ist kein Zufall. In Südtirol ist er ein eingetragener Markenname, insbesondere für authentische, bäuerliche Qualitätsbetriebe, aber eben auch für handwerklich hergestellte regionale Qualitätsprodukte. Die von Maria Radewahn designte Tasche darf diesen Markennamen tragen, denn sie entstand nach traditioneller Handwerkstechnik in Zusammenarbeit mit zwei Südtiroler Bauern. Für das Produkt wurden strapazierfähiger Filz und Holz von der Zirbelkiefer verwendet, die von den Höfen Südtiroler Bauern stammen. Auch die angewandten Handwerkstechniken haben eine lange bäuerliche Tradition. Die hochwertig gearbeitete Umhängetasche aus der Manufaktur von Maria Radewahn hat viel Platz für alles, was frau so braucht, selbst ein Fach zum Verstauen eines Notebooks ist vorhanden. Das Rahmenprogramm der Designtage bot Fachleuten reichlich Gelegenheit, über Trends zu diskutieren. Vorgestellt wurde auch ein „Fab-Lab“ in einem Doppeldecker- Bus – eine mobile Werkstatt und Lernstätte, in der neueste Technologien ausprobiert werden konnten. Bereits zum fünften Mal zeigten sich die Designtage als Schauplatz für innovatives Design in all seinen Spielarten. Mitspielen war auch diesmal ganz einfach.

www.designtage-brandenburg.de

www.angelika-luescher.de

www.fh-potsdam.de

www.m-design-product.com

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