Wildnis und natürliche Vielfalt

Die Begegnung mit den Tieren macht eine Wanderung durch Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide zum Abenteuer in der Natur - Foto: Thomas Stephan

Wisente schubbern sich an alten Eichen, Przewalski-Pferde galoppieren über offene Heideflächen und scheues Rotwild verbirgt sich hinter hohen Ginsterbüschen … Für solche Augenblicke muss man nicht weit weg fahren. Sie gibt es in der havelländischen „Wilden Heide“ in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.

In einer „Wildniszone“ von 1.860 Hektar leben die Tiere wild und fast ungestört von Menschenhand. In der sogenannten „Naturerlebnisringzone“ von noch einmal rund 1.800 Hektar können die Besucher auf 55 Kilometern Wanderwegen die Landschaft erkunden. Rastplätze laden zum Picknick ein und ein Aussichtsturm bietet aus 85 Meter Höhe über dem Meeresspiegel einen einzigartigen Rundblick. Auch Reitern stehen etwa 13 km Wege zur Verfügung. Erholung pur auf etwa 3.600 Hektar, was übrigens dem 17-fachen des Großen Tiergartens in Berlin entspricht. Vor kurzem erhielt die „Wilde Heide“ die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks würdigte das Engagement der Heinz Sielmann Stiftung auf dem Gelände, auf dem die fast ausgestorbenen Wildtierarten angesiedelt wurden und auf dem sich auf ausgedehnten Wanderwegen die Wildnis und die natürliche Vielfalt fernab von Besiedlung und Verkehr erleben lässt. Die Auszeichnung hat einen ganz besonderen Hintergrund, denn die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen."

Die „Wilde Heide“ ist auch ein besonderer Ort: Denn wo früher Panzerketten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz den Boden aufwühlten, Explosionen und Brände die Landschaft formten, gestalten nunmehr in dem Semireservat große Pflanzenfresser wie Wisent, Przewalskipferd und Rothirsch weitgehend unbeeinflusst von menschlichen Einflüssen die Landschaft. Durch ihr Fressverhalten, ihren ausgeprägten Spieltrieb, ihre Vorliebe für Staubbäder und ihre Wanderwege unterdrücken und verzögern die Tiere die Wiederbewaldung, erhalten wertvolle Offenlandstrukturen und tragen somit zur Erhöhung der biologischen Vielfalt bei. Die Begegnung mit den Tieren macht eine Wanderung durch Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide zum Abenteuer in der Natur.

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