Die hohe Kunst im Umgang mit dem Queue

Fotos: SG Stahl Brandenburg

Nach den Titelkämpfen 2013 und 2015 war Brandenburg an der Havel bereits zum dritten Mal Austragungsort der Europameisterschaft für alle Karambol-Disziplinen und Altersklassen. Billard hat in der Havelstadt eine lange Tradition. 500 Sportler aus 20 Nationen präsentierten vom 28. April bis zum 7. Mai an zwanzig Tischen Billard auf höchstem Niveau.

Petra Hill, Geschäftsführung der VBBR; Cavid Muthar, Geschäftsführung AXXON Hotel; Helga Blawid,
Vorsitzende der SG Stahl Brandenburg; Benni Deegens, Präsident der Confederation Europenne de
Billard (CEB), Dr. Dietlind Tiemann, Oberbürgermeisterin Brandenburg an der Havel; Werner Jumpertz,
Vorsitzender des Stadtsportbundes der Stadt Brandenburg an der Havel, Viola Cohnen, Leiterin
Fachbereich Schule, Bildung und Sport der Stadt Brandenburg an der Havel (v. l. n. r.)

Billard ist eine Sportart, die taktisches Geschick, technisches Können und mentale Stärke vereint. Bei der SG Stahl Brandenburg e. V. hat die sportliche Kunst im Umgang mit dem Queue eine lange Tradition. „Die Begeisterung ist geblieben“, weiß Helga Blawid, die am 1. Juli 1957 Mitglied der SG Stahl Brandenburg wurde und somit gerade ihre Diamantene Hochzeit mit dem Verein feiert. Von Günter Baaske, Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport, gern als ein weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekanntes Brandenburger „Billard-Urgestein“ bezeichnet, war es Helga Blawid, die gerade in den unruhigen Wendezeiten den Enthusiasmus für diesen spannenden Sport im Land am Kochen hielt und bis heute unermüdlich dafür wirbt, ihren Sport populärer zu machen, am besten wie in Italien, wo sich Billard neben dem Profizum Volkssport entwickelt hat, oder in Vietnam und Südkorea, wo das Spiel mit dem Queue auf dem Vormarsch ist."

Im Jahr 1990 gehörte Helga Blawid zu den Mitbegründern des Brandenburgischen Billard Verbandes, dessen Präsidentin sie von 1995 bis 2001 war. Auch auf internationalem Parkett bewegte sich die gebürtige Brandenburgerin, die 1987 DDR-Meisterin bei den Frauen und 20 Jahre später Bundesmeisterin bei den Seniorinnen wurde. „Wir sind ein großes engagiertes und eingespieltes Organisatorenund Helferteam“, schwärmt Helga Blawid und nennt Trainer, Betreuer und Kampfrichter genauso wie Unternehmen, Sponsoren und ausdrücklich die Stadt Brandenburg an der Havel. Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann war gemeinsam mit Minister Günter Baaske Schirmherrin der EM. „Wir haben mit der Stadt Brandenburg und Helga Blawid als Koordinatorin vor Ort ganz tolle Mitstreiter, die es uns erneut ermöglichen, diese Mammut-Veranstaltung über zehn Tage mit insgesamt 16 neuen Titelträgern über die Bühne zu bringen. Mit dem Axxon-Hotel und dem dazugehörigen Stahlpalast sowie dem Hauptsponsor ‚Mittelbrandenburgische Sparkasse‘ haben wir weitere sehr zuverlässige und interessierte Partner an unserer Seite“, fasste CEB-Präsident Bennie Degens aus den Niederlanden seine Eindrücke noch vor dem ersten Stoß dieser EM zusammen. Zehn Tage lang präsentierten die Billard-Sportler an zwanzig Tischen in fünf Kategorien Billard auf höchstem Niveau. Ausgetragen wurden die Titel in den verschiedenen Billard-Disziplinen Dreiband, Freie Partie, Einband, Cadre, Kegel und Artistique, wobei neben den Männern und Frauen auch Konkurrenzen bei der U21 und U17 gespielt wurden. Die Integration des Nachwuchses ist den Veranstaltern stets sehr wichtig, „denn sie sind die Zukunft unseres Sportes. Wir möchten, dass die Jugend nahe dran ist an ihren Idolen“, so Degens. Neben Titel und Startberechtigung für die in diesem Jahr stattfindenden World Games in Polen lockte auch ein stattliches Preisgeld von insgesamt 105.000 Euro, das an den zehn Turniertagen ausgeschüttet wurde.

„Brandenburg an der Havel hat einmal mehr bewiesen, dass wir nicht umsonst als ‚Mekka des Billardsports‘ in Deutschland und Europa genannt werden. Neben den Wassersportarten ist Billard eine feste Größe in der sportbegeisterten Havelstadt geworden“, freute sich Helga Blawid nach der erfolgreichen EM.

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