Schönste Ausund Ansichten

Die Bischofsburg in Wittstock - Foto: TMB/Steffen Lehmann

Am 18. April öffnet die sechste brandenburgische Landesgartenschau in Wittstock für sechs Monate ihre Tore. Das einzigartige Gartenfestival verbindet sich mit dem Erlebnis der historischen Wittstocker Altstadt: das 13 Hektar große Gartenschaugelände schmiegt sich regelrecht an den Rand des historischen Ortskerns und folgt dem Verlauf der Wittstocker Stadtmauer, die als die einzig komplett erhaltene Backsteinstadtmauer Deutschlands gilt.

Die Stadt Wittstock wird die Landesgartenschau nutzen, um ihre Besucher auf die Schönheit ihrer historischen Altstadt aufmerksam zu machen. Die ist von allen Punkten des Gartenschaugeländes zu Fuß innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Auf dem Wittstocker Marktplatz plant die Stadt eine Reihe von zusätzlichen Veranstaltungen, auf denen die Prignitz sich mit ihren Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und kulturellen Glanzpunkten präsentieren wird."

Doch im Mittelpunkt des Großereignisses steht die Blüten- und Pflanzenpracht einer Gartenschau, die die Leistungskraft und den Einfallsreichtum der Brandenburger Gartenbaubranche widerspiegelt. Im Friedrich-Ebert-Park, der von einem uralten Baumbestand geprägt ist, gibt es Wechselflorpflanzungen, Themengärten, Stauden- und Gehölzpflanzungen sowie ein verlockendes Spielgelände für die jüngsten Besucher. Auf einem Holzdeck an der Glinze können die Besucher die Nähe am Wasser genießen. Hier werden auch die Friedhofsgärtner die neuesten Trends der Grabgestaltung präsentieren. Eine gastronomische Einrichtung sowie Gartenkabinette an der Stadtmauer runden das Laga-Angebot im Friedrich- Ebert-Park ab. Der Park am Bleichwall, zu Füßen der ehemaligen Wittstocker Bischofsburg gelegen, bietet Rosen, Stauden und Gräser. Ein Regionalmarkt sorgt für buntes Markttreiben. Der Fontanegarten verweist auf den 200. Geburtstag des Dichters und stellt eine Verknüpfung zum Fontanejahr her. In der Gestaltung dieses Gartens haben sich die Gärtner von Fontanes Beschreibungen seines elterlichen Gartens leiten lassen.

Rundum schöne Aussichten auf 13 Hektar Gartenkunst – Foto: Matthias Bruck

Das Wittstocker Museum des Dreißigjährigen Krieges wird Bestandteil des LaGa- Geländes. Der Besuch ist im Ticket zum Gartenschaugelände bereits enthalten. Erstmals wird es auf einer brandenburgischen Landesgartenschau einen sogenannten wachsenden Garten geben – ein Gartengelände, das erst während der Laufzeit der LaGa entsteht und auf dem die verschiedensten Gärtnereien sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe ihre handwerkliche Kunst präsentieren können. Eine attraktive Spielplatzlandschaft wartet darauf, vor allem von den jüngsten Besuchern der Schau in Besitz genommen zu werden.

Rosenkönigin Tanja I. freut sich auf die LaGa-Gäste – Foto: LaGa Wittstock

Eine faszinierende Pracht des Floralen werden die zwölf Hallenschauen entfalten, die dem historischen Güterboden auf dem LaGa-Gelände einen einzigartigen Glanz verleihen. Der Güterboden war im Vorfeld der Landesgartenschau aufwändig saniert worden, damit er sich in eine Gartenschau-Blumenhalle verwandeln kann. Den Reigen der Hallenschauen eröffnet am 18. April die große Eröffnungsschau, die den Farbenhunger der Besucher nach der langen Winterzeit stillen wird. In sehnsuchtsvoller Erwartung des Frühlings wird durch gärtnerisches und floristisches Geschick ein Meer von Blumen fantasie- und liebevoll inszeniert. Die Hallenschauen folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten, Frühblüher und Sommerflor werden die Blumenhalle zu einem beliebten Treffpunkt der Gartenfreunde werden lassen. Die Erdbeer- und Spargelzeit findet hier ebenso ihren Widerhall wie die Rosenblüte oder die Dahlienzeit. Eine der Hallenschauen wird das Fontanejahr aufnehmen: Es findet in der Blumenhalle seinen Ausdruck in einer blumig gestalteten Wanderkulisse mit Heide, Gemüse, Obst, Fisch, Wein, Gurken, Erdbeeren, Meerrettich und vielem anderen mehr, was die Gärten und Landschaften der Mark bestimmt. Die finale Blumenschau, mit der die Gartenschau vom 20. September bis zum 6. Oktober ihren Abschluss findet, wird mit reifen Früchten, Kürbissen, floralen Texturen von Chrysanthemen und prachtvollen Gestecken die leuchtenden Farben des Herbstes in die Blumenhalle holen.

Das LaGa-Veranstaltungsprogramm bietet Künstlern, Chören, Vereinen, Tanzgruppen und Volkskunstschaffenden aus der Region eine Bühne, auf der sie sich dem LaGa-Publikum präsentieren können. Aber auch auf bekannte Stars können sich die Besucher freuen, unter ihnen Dirk Michaelis und Band, Cora, Culcha Candela oder Truck Stop. Die Kinder erwartet ein Taschenlampenkonzert mit Rumpelstil.

Für den Aufbau der Wittstocker Landesgartenschau wurden sieben Millionen Euro investiert, die Wege über das Gartenschaugelände komplett neu gestaltet, umfangreiche Beetflächen angelegt und Pflanzungen vorgenommen. Beispielsweise werden in diesem Jahr über eine Million Blumenzwiebeln, die während der Bauzeit in die Erde gebracht worden waren, ihre leuchtende Blütenpracht entfalten.

Die Landesgartenschau in Wittstock/ Dosse ist vom 18. April bis zum 6. Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Tageskarten: Erwachsene 14 €,
Kinder (6 bis 17 Jahre) 4 €,
Kinder (0 bis 5 Jahre) Eintritt frei,
Ermäßigt 12 €

So kommen Sie zur Gartenschau:
Wittstock/Dosse liegt direkt an einem Autobahndreieck, das die A19 und die A24 miteinander verbindet. Der historische Stadtkern ist 3 km (A19) bzw. 6 km (A24) von der Autobahn entfernt. Durch den RE 6 (Berlin-Spandau – Hennigsdorf – Neuruppin – Wittstock/Dosse) und die Regionalbahn (Wittenberge – Pritzwalk – Wittstock/Dosse) erreichen Sie die Landesgartenschau auch bequem mit dem Zug. Kostenlose Besucherparkplätze finden Sie in fußläufiger Entfernung zum Gelände. Folgen Sie einfach dem Parkleitsystem.

Alle Veranstaltungen unter:
www.laga.wittstock.de

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