Es ist angerichtet

Es ist angerichtet: Küchenmeister Tim Sillack freut sich auf die Gäste - Foto: Cavalierhaus

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn lädt im Branitzer Park in Cottbus ein neues gastliches Kleinod zum Genießen und Verweilen: das „Cavalierhaus“. Tim Sillack, gebürtiger Cottbuser und zwischenzeitlicher Weltbürger, eröffnete ein Dreigespann aus Restaurant, Café und Pension.

Idyllisch gelegen: das geschichtsträchtige Cavalierhaus (rechts vom Schloss) – Foto: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz/CMT

Austern und Champagner werde es ebenso geben wie Quark mit Leinöl, versichert der junge Küchenchef. „Auch das legendäre Eis nach Pückler-Art.“ Die Liebe zur Region und die Begeisterung für sein künftiges Projekt sind ihm anzumerken: „Mit dem geschichtsträchtigen Cavalierhaus erfülle ich mir einen Traum. Ort und Zeitpunkt passten einfach, als ich nach einer neuen Herausforderung suchte.“ Ein Besuch zu Hause mit einem Spaziergang durch den Park war praktisch die Initialzündung. „Als ich hörte, dass für das Restaurant ein neuer Pächter gesucht wird, habe ich mich beworben. Dass mein Konzept dann tatsächlich überzeugte, macht mich sehr glücklich.“ Nach Ausbildung in Rostock und Jahren in Übersee war Sillack Küchenchef in „Hensslers Küche“ in Hamburg. Er habe sich nun bewusst für die Selbstständigkeit entschieden, mit gehörigem Respekt vor der neuen Aufgabe, aber auch viel Zuspruch. „Ich bin mit offenen Armen empfangen worden. Die Region steht ganz und gar hinter mir, und besonders froh bin ich darüber, dass ich von allen Seiten, auch von Kollegen aus der Gastronomie, bestmögliche Unterstützung bekomme.“"

Leicht und hell zeigt sich das Haus von innen und lädt ein zu fürstlich-moderner Küche – Foto: Cavalierhaus

Vielfalt wird großgeschrieben in der Sillack‘schen Küche. Im vorigen Jahr schickte Sillack mit dem „Kleinen Cavalier“ bereits einen Vorläufer ins Gastro-Rennen – ein kleiner, feiner Imbiss, der auch zukünftig erhalten bleibt. Das neue Haus, das der 32-Jährige mit einem 14-köpfigen Team betreibt, bietet dreierlei: „Es wird mittags ein Angebot geben, das auf Besucher des Parks ebenso abgestimmt ist wie auf Radtouristen und Familien. Natürlich mit regionaler Küche, aber auch internationalen Gerichten. Dann am Nachmittag das klassische Café-Angebot und am Abend schließlich kulinarische Hochkultur für jene Gäste, die eigens zum Genießen nach Branitz kommen. Besonders freuen wir uns auch darauf, hier, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Branitzer Schloss, Feierlichkeiten auszurichten.“ ‚Fürstlich moderne Küche‘, so lautet das Motto der Speisekarte. „Selbstverständlich spielt Fürst Pückler eine Rolle! Er war ja ein Genießer. Im Archiv des Museums habe ich mich in die Tafelbücher aus seiner Zeit vertieft und so manches Interessante gefunden. In einer, sagen wir: ‚lockeren Tradition‘ möchte ich daran anknüpfen, natürlich dazu die heutigen Vorlieben mit einbringen. Ich hoffe, dass meine Idee aufgeht.“ Ein kleiner Pensionsbetrieb rundet das Angebot ab und verführt einmal mehr zum Aufenthalt an diesem wahrlich fürstlichen Ort.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*