
Anfang Januar feierte Dr. Volker Rasch das 30. Jubiläum seiner Augenklinik. Passend zu den aktuellen Zwanziger Jahren gestaltete sich der Festakt im Kongresshotel Potsdam ganz im Stil der 1920er-Jahre mit Swinging Music und burlesken Showeinlagen.
Rund 180 Gäste aus Medizin, Wirtschaft, Politik und Sport begingen das Jubiläum gemeinsam mit Dr. Volker Rasch und seinem Team. Unter den Gästen auch international erfolgreiche CEO’s bekannter Ophthal-Technik-Firmen aus Holland, der Schweiz, Frankreich und den USA. So kam beispielsweise Nick Curtis, der Vorstand der Firma LensAR eigens aus Florida angereist.
Der Abend, durch den die Berliner Travestiekünstlerin Sheila Wolf mit viel Charme führte, zeigte eindrucksvoll die Meilensteine im beruflichen Leben von Dr. Volker Rasch, der seine Liebe zur Augenheilkunde früh entdeckte: Seine Eltern waren Optikermeister und führten ein Brillengeschäft in Nauen. „Sehen ist einer der wichtigsten Sinne. Wenn ich Menschen helfen kann, dass dieser Sinn wieder besser funktioniert, dann bin ich glücklich.“

Das beste Behandlungsergebnis für die Patienten zu erreichen, war und ist seine Grundmaxime. Und dazu gehöre es eben auch, neue Verfahren in der Diagnostik und Behandlung zu entwickeln, zu implementieren und durchzuführen, führte der Potsdamer Augenarzt aus. Dies ist ihm besonders in der Zusammenarbeit mit Dr. Georg Korn gelungen, mit dem er Methoden zur Katarakt-OP (Grauer Star) mit Hilfe eines Femtosekunden-Lasers entwickelte. Da Dr. Korn an diesem Abend verhindert war, wurde seine Grußbotschaft per Liveschalte über Zoom präsentiert. Darin ging Dr. Korn auch auf die Nutzungsmöglichkeiten der Laser-Kernfusionstechnik zur Strom- und Energiegewinnung ein und stellte sein Unternehmen Marvelfusion vor.
Keine Jubiläumsfeier ohne Rückblick und Danksagung! Und so ging ein großer Dank an die hochqualifizierten Mitarbeiter der Augenklinik, von denen einige schon rund 20 Jahre dabei sind. Einsatz, Motivation und Verlässlichkeit sind hohe Werte, die das Team der Potsdamer Augenklinik prägen, wie Dr. Rasch betonte. Die tägliche Optimierung der hauseigenen Prozesse, um den gesetzlichen Anforderungen mehr als gerecht zu werden, ist ein weiterer Baustein des Teamworks. Ein großes Dankeschön richtete Dr. Rasch auch an seine Familie und erinnerte auch an seine Eltern und Großeltern. Denn gerade von den Großeltern hätte er gelernt, dass Fleiß und Bescheidenheit wichtige Tugenden sind, um in der Arbeit erfolgreich zu sein. Zum Erfolg gehört für den sportbegeisterten Augenarzt auch, etwas davon an die Gesellschaft zurückzugeben. Viele Jahre hat sich die Augenklinik daher im internationalen Spitzensport engagiert – 15 Jahre lang waren Dr. Rasch und sein Team Exklusiv-Partner der Deutschen Sporthilfe.

Aktuell unterstützt die Augenklinik den Verein Vision for Puma e. V., der sich für die Verbesserung der Augenheilkunde in Tansania einsetzt. An diesem Festabend überreichten die Mitarbeiter der Klinik einen Scheck über 1.000 Euro an die Hilfsorganisation. Zusammen mit anderen Spenden, die anstelle von Jubiläumsgeschenken erbeten wurden, kamen über 3.500 Euro zusammen. Für die kommenden Jahren plant die Klinik an ihrem sozialen Engagement festzuhalten.

In 2025 will sie neue Wege in der Behandlung der altersbedingten Makula-Degeneration gehen. Außerdem setzt die Klinik auf innovative Vorsorgeuntersuchungen. Und weil für Dr. Rasch der Beruf Berufung ist, wird er auch in Zukunft forschen, seine Ergebnisse in Fachzeitschriften und Kongressen veröffentlichen.
Meilensteine in 30 Jahren Potsdamer Augenklinik
1990 erwarb Dr. Rasch das Objekt in der Hans-Thoma-Str. 11. In einer Rekordzeit von nur neun Monaten erfolgte der Umbau und die Sanierung, so dass 1991 zunächst die Augenarzt-Praxis eröffnete. In Anwesenheit von Blida Heynold von Graefe, der Ur-Enkelin des Ophthalmologen Albrecht von Graefe, Begründer der modernen Augenheilkunde, wurde das Haus als „Albrecht-von-Graefe-Haus“ eingeweiht und fortan der Augenheilkunde gewidmet.
1992 führte Dr. Rasch die ersten ambulanten Augen-OPs in den Neuen Bundesländern durch. Die Operation des Grauen Star mit Implantation von innovativen Premiumlinsen stand von Anfang an im Vordergrund. Die zunehmende Erweiterung der Praxis und die wachsende Nachfrage führten Ende 1994 zur Gründung der Potsdamer Augenklinik im Albrecht-von-Graefe-Haus GmbH.
1996 Dr. Rasch entwickelte die erste IOL-Linse mit einer 4-Punktzonen-Abstützung. Vorteil: die Linse sitzt stabiler und zentrierter im Kapselsack des Auges als Linsen mit einer 2-Punkt-Abstützung. Für diese Weiterentwicklung erhielt Dr. Rasch mehrere Preise. Schon vor der Wende hat sich Dr. Rasch mit der Herstellung von künstlichen Linsen beschäftigt. In den letzten drei Jahrzehnten hat er mit Praxis und Klinik auf diesem Gebiet viel bewegen können, mehr als 40 Patentanmeldungen zeugen davon.
1998 implantierte Dr. Rasch mit Dr. Ken Rosenthal in New York erstmalig einen Kapselspannring mit Irisblende. Zahlreiche internationale Preise und Ehrungen folgten.
Aus einer kleinen Idee wurde ein Welterfolg. Die Kapselspannringe wurden von Dr. Rasch in den Folgejahren modifiziert und verbessert.
2002 entwickelte Dr. Rasch die Idee, mit einem Femtosekundenlaser (FSL) Operationen des Grauen Star durchzuführen. Zusammen mit Dr. Georg Korn meldete er ein Patent für die FSL-gestützte Katarakt-OP an und stellte sie auf mehreren Kongressen vor. Doch die Industrie lehnte ab. Erst ab 2006 begann die Industrie, Femtosekundenlaser für die Kataraktchirurgie zu entwickeln.
2014 kauft die Augenklinik den ersten Femtosekundenlaser der US-Firma LensAR. Fortan entwickelt Dr. Rasch die Methode fort und meldet weitere Patente an. Inzwischen blickt die Augenklinik auf über 6000 Operationen mit dem Femtolaser zurück. Zur Möglichkeit, mit dem Laser auch Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) zu reduzieren, entstand 2024 eine wissenschaftliche Publikation.
2024/25 die Augenklinik feiert ihr 30-jähriges Jubiläum. Dr. med. univ. Maximilian Rasch wird perspektivisch die Nachfolge seines Vaters antreten. Erst kürzlich hat er seine Promotion in der Augenheilkunde verteidigt und arbeitet als Assistenzarzt in der Klinik mit.