Von der 70 mm-Filmkamera bis zum Modell der Thronrettungsmaschine: das Schaudepot ist eröffnet

377 Technik-Objekte, ca. 400 Technik-Schriften, 95 Nekes-Objekte und ca. 125 3D-Objekte warten darauf, entdeckt zu werd

Am 17. Januar eröffnete das Filmmuseum Potsdam sein Schaudepot im Sammlungsgebäude in der Marlene-Dietrich-Allee 12, direkt zwischen den Filmstudios und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF gelegen.

Der Schatz des Filmmuseum Potsdam ist groß. Über eine Million Objekte zur Filmgeschichte stehen für Forschung, Lehre und Vermittlung sowie für Ausstellungen zur Verfügung. Sie dokumentieren die Produktion, Auswertung und Rezeption von Filmen.

Rund 750 Objekte und 400 Schriften der Filmgeschichte wurden für das Schaudepot ausgewählt. Im ersten Raum wird die technologische Entwicklung der Filmtechnik präsentiert. Die Sammlung Werner Nekes (1944-2017), ein Filmemacher und Sammler, interessierte sich für Erfindungen, die mit optischen Tricks und Effekten überraschen. Fast 100 Objekte aus der Nekes-Sammlung sind für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In einem weiteren Ausstellungsbereich verdeutlichen Szenenbild, Modelle und Requisiten wie komplex es ist, einen Film zu produzieren. Darüber hinaus gibt es verschiedene Vermittlungsangebote.

„Zahlreiche Objekte aus der Sammlung, die wir hier der Öffentlichkeit präsentieren, haben einen direkten Bezug zum Standort, wo seit 113 Jahren Film- und Mediengeschichte geschrieben wird“, erläutert Dr. Michael Fürst, Direktor Filmmuseum Potsdam.

Ministerin Dr. Manja Schüle (5. v. l.) besuchte die Eröffnungsfeier des Schaudepots. Fotos: Filmmuseum Potsdam

Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, stellte fest: „In den Sammlungen laufen die Fäden zusammen, wenn es darum geht, Nachlässe und filmbezogene Materialien für die Wissenschaft und künftige Generationen als kulturgeschichtliche Zeugnisse zu sammeln, zu erforschen und zu vermitteln. Ich bin mir sicher: Mit dem Schaudepot erhöhen wir die Attraktivität des Film- und Medienstandortes Babelsberg noch einmal mehr.“

Das Kulturministerium des Landes Brandenburg und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) haben die Einrichtung des Schaudepots mit jeweils 425.000 Euro unterstützt.

Montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr können einstündige Zeitfenster für den Besuch gebucht werden sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Spezialführungen werden einmal im Monat an einem Dienstagnachmittag angeboten. Gruppenanmeldungen auf Anfrage.

www.filmmuseum-potsdam.de