
Es ist das bedeutendste gesellschaftliche Charity-Ereignis in Brandenburg. Bereits zum 22. Mal fand Ende Januar der Brandenburg-Ball im Kongresshotel Potsdam am Templiner See statt. Schirmherr der Veranstaltung war erneut Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.
Rund 550 Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik, aus den Medien und dem Sport feierten eine rauschende Ballnacht. Begrüßt wurden sie von Jann Jakobs, Oberbürgermeister Potsdam a. D., in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Ball-Kuratoriums.
Die Gäste
Unter den Gästen: Ministerpräsident Dietmar Woidke, die Gesundheitsministerin Brandenburgs Britta Müller, der brandenburgische Infrastrukturminister Detlef Tabbert, Wirtschaftsminister Brandenburgs Daniel Keller, zahlreiche Vertreter und Präsidenten der brandenburgischen Industrie- und Handelskammern, Schlagersänger Frank Zander, der dreifache Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel, Triaathletin und Olympiasiegerin Laura Lindemann, die Schauspieler Wolfgang Bahro sowie Dominic Boeer. Ehrengast des Abends war Dr. med. Carola Holzner alias Doc Caro. Die Notärztin und Fachärztin für Anästhesiologie begann vor vier Jahren auf den Social-Media-Plattformen über ihren Berufsalltag zu berichten. Als Doc Caro begeistert sie auch in der VOX TV-Serie „Doc Caro – Jedes Leben zählt“.
Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte in seiner Begrüßungsrede, dass dieser Ball wie kein anderer für den Zusammenhalt in Brandenburg stehe. „Hier werden Netzwerke gesponnen“, so Woidke. Netzwerke, die sich nach dem Ball fester knüpften und so die Entwicklung Brandenburgs mitprägten. „Ohne den Brandenburg-Ball wäre Brandenburg heut nicht da, wo es heute ist“, so der Ministerpräsident, der zugleich betonte: „Es ist auch immer wieder ein Anlass etwas zu tun für die Menschen, denen es nicht so gut geht.“

Das Charity-Projekt 2025
Von Beginn an unterstützt der Ball ein karitatives Projekt. In diesem Jahr gingen die Erlöse aus dem Verkauf der Tombola-Lose an den ASB Wünschewagen Brandenburg. Er erfüllt sterbenskranken Menschen einen letzten Herzenswunsch. Ob ein Ausflug ans Meer, ein Besuch bei der Familie oder ein Konzert der Lieblingsband – seit 2016 macht der Wünschewagen in Brandenburg solche letzten Reisen möglich. Über 300 letzte Wünsche wurden bereits erfüllt, jeder einzelne ein bewegender Moment für alle Beteiligten. Mittlerweile gibt es in jedem Bundesland mindestens einen Wünschewagen, der mit Hilfe von vielen ehrenamtlichen Helfern unterwegs sein kann und letzte glückliche Momente für die sterbenskranken Menschen schafft.
Ehrengast Doc Caro
Doc Caro freute sich sehr, als Ehrengast für dieses Projekt zu werben und führte aus, dass es wohl drei Typen gäbe, die auf die Frage: ‚Was wünscht Du Dir?‘, ganz unterschiedliche Antworten geben. Da sei der eine, der es nicht weiß, der andere, der behauptet wunschlos glücklich zu sein und der dritte, der eine ganze Bestellliste seiner Wünsche ausrollen kann. „Und wenn sie aber jemanden fragen, der krank ist, der sogar unheilbar krank ist, dann bekommen sie eine ganz klare Antwort. Denn diese Menschen haben nur einen Wunsch, und das ist gesund zu werden“, weiß Dr. Carola Holzner. Aber weil dies eben nicht jedem vergönnt ist, sei es um so wichtiger, so eine Einrichtung wie den Wünschewagen zu haben.
Der Spendenscheck
An diesem Abend konnte Eva Götze vom ASB Landesverband zusammen mit Tatjana Jury, Schirmherrin des Projektes Wünschewagen, einen Spendenscheck in Höhe von 24.600 Euro entgegen-
nehmen. Die Summe kam nicht nur durch den Verkauf der Tombola-Lose zusammen, sondern auch durch hohe Einzelspenden. Besonders hervorzuheben dabei sind die ESA AG mit 5.000 Euro, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit 3.000 Euro und Kirsch & Drechsler Hausbau GmbH mit 2.000 Euro.
Genussmomente
Kulinarisch überzeugte die Küche des Kongresshotels mit Kalbsfiletmedallions mit Kräuterkruste, Rückenfilet vom Seehecht, Poulardenrolle und vegatarischen Bratlingen – alles fein kombinierbar mit Salaten, Blattspinat, Kartoffelrösti und weiteren Beilagen sowie Vorspeisen und einer beeindruckenden Auswahl an Desserts. Zum ersten Mal begrüßte Thomas Zabel als Geschäftsführer des Kongresshotel Potsdam und Hausherr die Gäste des Brandenburg Balls. „Unser Hotel konnte auch in diesem Jahr bei Brandenburgs glanzvollstem Netzwerktreffen seine Stärken zeigen. Dazu hat vor allem das gesamte Team beigetragen von der Küche bis zum Service. Unsere Mannschaft hat einen tollen Job gemacht. Persönlich freue ich mich, dass der Ball inzwischen eine feste Institution im Land Brandenburg ist, und wir diesen seit Jahren in unserem Hotel ausrichten“, so Thomas Zabel.
Das Tanzen
Aber ein Ball heißt auch deswegen Ball, weil das Wort Ball vom lateinischen Wort ‚ballare‘ stamme und das heißt tanzen, resümierte Ministerpräsident Woidke. Und daher wurde an diesem Abend natürlich reichlich getanzt, geschwoft und ausgelassen gefeiert. Ob Cha-Cha-Cha, Walzer oder Disco Fox: die Markus Nowak Showband und HIT MAMA, eine 6-köpfige Berliner Band, brachten das Tanzparkett zusammen mit den vielen Tänzerinnen und Tänzern dieses Abends zum Glühen. An der Party Corner gab es Musik vom Band. Und die wurde von keinem geringeren als dem Schauspieler und exzellenten DJ Lars Eidinger präsentiert. Vielseitig und kreativ ließ der Berliner die Hits der letzten vier Jahrzehnte ineinanderfließen. Die Fangemeinde war groß, die Tanzfläche voll und die Leute begeistert ob der Bühnen- und DJ-Präsenz dieses besonderen Künstlers.
Eine Stunde nach Mitternacht übernahm dann die Potsdamer DJane Katjuscha die Turntables und sorgte ebenfalls für ausgelassene Partystimmung bis in die Morgenstunden.
www.brandenburgball.de
www.kongresshotel-potsdam.de